Aufholjagd reicht nicht mehr
In einem denkwürdigen Spiel verlor das Kleeblatt zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg 4:5. Nach früher Führung durch Brynjar Bjarnason ermöglichten die Fürther den Gästen in nicht einmal 20 Minuten fünf Tore. Trotz großer Moral und weiteren Treffern von Doni Arifi, Jan Elvedi und, gleich nach der Pause, Sayfallah Ltaief reichte es aber am Ende nicht mehr zum Punktgewinn.
Die Ereignisse überschlugen sich in der ersten Hälfte. Hier im Zeitraffer:
8.: Brynjar Bjarnason köpft eine Ecke zum 1:0 ins Tor.
Horror-Viertelstunde im Ronhof
13.: Rayan Ghrieb schießt Reno Münz an, der Ball segelt abgefälscht zum 1:1 ins lange Eck, unhaltbar für Timo Schlieck.
15.: Mateusz Zukowski läuft auf halbrechts in den Strafraum und trifft mit Flachschuss zum 1:2.
23.: Ghrieb triftt nach Rückpass von Baris Atik aus 15 Metern zum 1:3.
29.: Zukowski schießt nach Vorarbeit von Atik zum 1:4 ein.
32.: Wieder ist es Atik, der Zukowski bedient, der ist allein vor Schlieck und schießt an ihm vorbei zum 1:5 ein.

Kleiner Hoffnungsschimmer kurz vor Pause
42.: Eine Ecke von Branimir Hrgota köpft Doni Arifi zum 2:5 ein.
Nachspielzeit der ersten Hälfte: Nach einer Ecke kommt es zu einem Gewühl vor dem Tor des FCM. Jan Elvedi behält die Übersicht und schießt zum 3:5 ein. Dann ging eine der irrsten Halbzeiten in der Geschichte des Ronhofs zu Ende.
Ltaief bringt Kleeblatt auf einen Treffer ran
Die zweite Hälfte ging gleich so weiter: Sayfallah Ltaief nutzte in der 47. Minute einen zu schwachen Rückpass von Atik, lief allein auf Dominik Reimann zu und lupfte die Kugel zum 4:5-Anschlusstreffer ins Netz.

Die Gäste versuchten nun, mit viel Zeitspiel wieder Ruhe in ihre Aktionen zu bringen, was ihnen mit zunehmender Dauer auch gelang. So konnten sie das Kleeblatt von ihrem Tor wieder fernhalten.
Wieder Ltaief, doch Reimann pariert
In der 57. Minute war es allerdings wieder Ltaief, der nach Zuspiel von Hrgota rechts in den Strafraum eindrang, seinen Schuss wehrte Reimann zur Ecke ab. Erst in der 69. Minute mal wieder was von Magdeburg, doch Philipp Herchers Kopfball aus zehn Metern war sichere Beute von Schlieck.
Die Gäste zogen sich mit zunehmender Spielzeit immer weiter zurück, die Räume wurden nun enger. So gab es zunächst keine weiteren Chancen, bis Hercher in der 82. Minute aus 18 Metern zum Schuss kam, aber über das Tor zielte.
FCM klärt auf der Linie
Das Kleeblatt hatte seine beste Chance zum verdienten Ausgleich, als die Nachspielzeit schon abgelaufen war. Eine Ecke köpfte Münz auf das Tor. Alexander Nollenberger klärte auf der Linie, die Kugel war schon zur Hälfte hinter der Linie. Nollenbergers Klärung traf den aufgerückten Schlieck, von dessen Körper der Ball zu Reimann sprang, der ihn festhalten konnte. Es war die letzte Gelegenheit, danach war Schluss.

Statistiken
SPVGG GREUTHER FÜRTH: Schlieck - Dehm (46. Futkeu), Bjarnason (89. Srbeny), Elvedi, Münz - Will, Arifi (79. Avlayici) - Dardari (37. Ziereis), Hrgota, Keller - Ltaief (79. Varela)
1. FC Magdeburg: Reimann - Musonda (60. Hercher), Hugonet, T. Müller (46. Breunig), Nollenberger - Ulrich, Mathisen, Stalmach - Ghrieb (79. Tachie), Zukowski (88. Gnaka), Atik (88. Bockhorn)
Tore: 1:0 Bjarnason (8.), 1:1 Münz (13.), 1:2 Zukowski (15.), 1:3 Ghrieb (23.), 1:4 Zukowski (29.), 1:5 Zukowski (32.), 2:5 Arifi (43.), 3:5 Elvedi (45.+5), 4:5 Ltaief (47.)
Zuschauer: 11.061
