Fürth unterliegt Bundesligist mit 0:5
Die SPVGG GREUTHER FÜRTH unterliegt im Testspiel dem VfB Stuttgart mit 0:5.
Zur Halbzeit der Länderspielpause trat die Spielvereinigung am Donnerstagabend zum Testspiel gegen Bundesligist VfB Stuttgart an. Im Stadion von Drittligist Sonnenhof Großaspach schickte Kleeblatt-Trainer Heiko Vogel zwei unterschiedliche Teams in der ersten und zweiten Halbzeit aufs Feld.

Shinta Appelkamp führte das Kleeblatt in Hälfte ein als Kapitän aufs Feld. Den Großteil der ersten Halbzeit verteidigte das Kleeblatt tief mit einer sehr jungen Fünferkette (Durchschnittsalter 21 Jahre). Dahinter musste Silas Prüfrock zum ersten Mal in der 11. Minute nach einem Distanzschuss von Führich eingreifen, den er aus der Ecke tauchte.
Danach ein Doppelschlag des Bundesligisten: zuerst verwertete Undav einen Steckpasse zur 1:0-Führung (15.), zwei Minuten später nutzte Prömel einen Fehler im Fürther Spielaufbau und erhöhte auf 2:0 (17.).

Auf Fürther Seite wurde Jordan Siebatcheu zweimal beim Abschluss aus aussichtsreicher Position geblockt (24. / 43.). Außerdem verfehlte Felix Klaus bei seinem Abschluss nur ganz knapp das lange Eck (38.). Kurz davor nutzte Undav einen weiteren Patzer als Prüfrock den Ball ins Zentrum genau in die Füße des VfB-Stürmers chippt, der ins Leere Tor einschiebt (37.). Mit dem 0:3 aus Kleeblatt-Sicht ging es dann in die Pause.

Guter Start in die zweite Halbzeit
Da wechselte das Kleeblatt dann auf allen Positionen und hatte vom Anpfiff weg erste gefährliche Aktionen: Omar Sillah zwang Seimen im VfB-Kasten aus 16 Metern zum Abtauchen (51.), Aaron Keller setzte eine Hereingabe von Mika Wallentowitz knapp am kurzen Pfosten vorbei (52.) und Krisztian Keresztes köpfte eine Ecke von Olgherto Balliu nur knapp daneben (53.).

Nach 60 Minuten parierte Christian Ortag stark einen Führich-Schuss, Assignon machte den zweiten Ball per Direktabnahme nochmal gefährlich. In der 69. erneut die starke rechte Fürther Seite: Wallentowitz spielt scharf in die Mitte, Sillahs Abschluss wird noch entscheidend abgefälscht, den fälligen Eckball köpft der Angreifer im Anschluss knapp vorbei.

Den macht dann aber der Bundesligist: ein langer Ball von Ortag kommt postwendend zurück, das Kleeblatt war aufgerückt und van der Leij hatte allein vor dem Tor freie Schussbahn (77.). Kurz vor Schluss setzte Ex-Fürther Leweling dann den Schlusspunkt, als er einen Flipper-Ball im Fünfer abstaubt (85.).
Solche Spiele auch für Talente nutzen.
Kleeblatt-Trainer Heiko Vogel: "Man kann 0:5 verlieren, es kommt immer auf die Art und Weise an. Man hat zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Was die Jungs in der zweiten Halbzeit gemacht haben, das war okay. Wir wissen, gegen wen wir gespielt haben, da hat nicht mehr so viel gefehlt zu deren A-Elf. Dass der VfB Qualität hat, war uns bewusst. Für mich ist es aber ein Faktor, ich darf mich dann auch mehr wehren. Und wir haben im Umkehrschluss zu leicht die Bälle verloren, weil wir es technisch zu unsauber gemacht haben. Aber wir wissen auch, was wir bei der Spielvereinigung für einen Auftrag haben: Da nutzen wir solche Spiele auch für Talente, bei denen wir uns etwas ausrechnen. Wir wollen unseren Talenten viel mehr Möglichkeiten geben, um sich regelmäßig zu zeigen."
Statistiken
SPVGG GREUTHER FÜRTH (HZ 1): Prüfrock - Reich, Will, Benkara, Blank, Spath - Appelkamp, Srbeny, Pohlmann - Klaus, Siebatheu
SPVGG GREUTHER FÜRTH (HZ 2): Ortag - Wallentowitz, Dehm, Heuer, Keresztes, Krautkrämer - Balliu, Bansé, Megeed, Keller - Sillah
VfB Stuttgart: Seimen - Stergou, Chabot, Hendriks, Schramm - Leweling, Karazor, Stiller, Führich - Prömel, Undav
Tore: 0:1 Undav (15.) 0:2 Prömel (17.) 0:3 Undav (37.) 0:4 van der Leij (77.) 0:5 Leweling (85.)
