Karlsruhe trifft zwei Mal in der Nachspielzeit
Eine mehr als ärgerliche 1:3-Niederlage fing sich die SPVGG GREUTHER FÜRTH in der Nachspielzeit in Karlsruhe ein. In einer guten ersten Hälfte führte die Spielvereinigung durch Noel Futkeus frühes Tor verdient 1:0. Nach dem Ausgleich durch Rafael Pinto Pedroso sah es in einem ausgeglichenen Spiel lange nach Remis aus, ehe Shio Fukuda (90.+3) und Fabian Schleusener (90.+7) noch zwei Treffer für die Gastgeber gelangen.
Das Kleeblatt ging früh drauf und belohnte sich schon in der fünften Minute. Dzenis Burnic lief am eigenen Strafraum quer, die Fürther störten ihn und verursachten den Ballverlust des Karlsruhers. Nach einem geblockten Schuss von Kapitän Branimir Hrgota rollte die Kugel Dennis Srbeny vor die Füße. Dessen Schuss aus elf Metern konnte Hans Christian Bernat nur abklatschen. Futkeu war zur Stelle und schoss aus sechs Metern zum 0:1 ein (5.).

Gute Fürther Anfangsphase
Die Führung gab dem Kleeblatt viel Ballsicherheit, der KSC musste sich sortieren. Lange Zeit passierte nichts. In der 20. Minute passte Marvin Wanitzek den Ball von der Grundlinie nach innen. Roko Simic schoss sich aber fünf Meter vor dem Tor selbst ans Bein, sodass Philipp Ziereis klären konnte.
Danach hatte die Spielvereinigung viel Ballkontrolle, kam aber wie der KSC kaum zu gefährlichen Aktionen. Die Platzherren erhöhten in der Schlussphase der ersten Hälfte den Druck, doch eine Torchance erspielten sie sich nicht. So ging es mit dem 0:1 in die Pause.
Ausgleich kurz nach der Pause
In der 47. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich. Burnic legte den Ball am Strafraum quer, wo Rafael Pinto Pedrosa alleingelassen am Fünfmeterraum zum 1:1 einschießen konnte.

Die Kleeblättler reagierten aber nicht geschockt und hatten durch einen Freistoß von Felix Klaus (54.) und einen Versuch von Srbeny (59.), beide Male über das Tor, zwei Schussgelegenheiten.
In der 69. Minute war es Wanitzek, der eine Hereingabe in den Rücken der Abwehr direkt nahm, Silas Prüfrock lenkte die Kugel an den Pfosten. Im Gegenzug spielte sich das Kleeblatt in den Strafraum des KSC, doch bei Sayfallah Ltaiefs Querpass auf den freistehenden Futkeu hatte Bernat aufgepasst.
KSC schlägt in der Nachspielzeit zu
Danach spielte sich erstmal viel im Mittelfeld ab, erst in der Endphase machten die Platzherren wieder Druck. In der 90. Minute hatten die Fürther Glück, das nach einer verlängerten Ecke am langen Pfosten Verteidiger Stephan Ambrosius über den Ball säbelte.
Die Platzherren schafften dennoch die Führung. Eine weite Freistoßflanke von Wanitzek wurde vors Tor verlängert, Shio Fukuda reagierte am schnellsten und köpfte zum 2:1 ein (90+3). Die Fürther warfen alles nach vorne und kassierten noch den dritten KSC-Treffer. Fabian Schleusener vollendete einen Konter frei vor Prüfrock zum 3:1 in der siebten Minuten der Nachspielzeit, danach war Schluss.

Statistiken
Karlsruher SC: Bernat - Kobald, Franke, Ambrosius - Burnic, Rapp (61. Müller), Pedrosa (81. Jung) - Wanitzek, Egloff (27. Förster) - Simic (46. Schleusener), Ben Farhat (81. Fukuda)
SPVGG GREUTHER FÜRTH: Prüfrock - Münz (46. Itter), Ziereis, Elvedi, Dehm (85. Reich) - Srbeny (85. Green), Will - Ltaief (90.+4 Bjarnason), Hrgota, Klaus (68. Keller) - Futkeu
Tore: 0:1 Futkeu (5.) 1:1 Pedrosa (47.), 2:1 Fukuda (90.+3), 3:1 Schleusener (90.+7)
Zuschauer: 28.959
